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Guten Tag!Bauarbeiten ohne GenehmigungAm 2.11.21 wurde in den Briefkästen einiger Dahlienweganlieger eine Ankündigung der Fa. DNS:NET / Geoduct im Mini-Format (DINA6) gesteckt, die auf einen Breitbandausbau in der KW 44/45 hinwies. Man solle keine Fahrzeuge im Straßenbereich parken. Gleichzeitig wurden alle 15m Warnbaken am Feldwegrand aufgestellt, die man erst einmal so verrücken musste, um sein eigenes Grundstück mit dem Pkw zu erreichen. Dieses Vorgehen war schon unzulässig, weil Parkverbote vor ihrer Wirksamkeit mind. 3-4 Tage (in Berlin eine Woche) bekanntgegeben werden müssen. Auch muss eindeutig erkennbar sein, wo genau nicht geparkt werden darf und dies durch entsprechende Schilder Anwohner des Rosenwegs, wo tags zuvor von der gleichen Fa. solch ein Graben gezogen wurde, berichteten von stundenlangem Stromausfall aufgrund der versehentlichen Kappung einer Stromleitung (eine Phase). Zudem war durch vorangegangene Kabelverlegungsarbeiten in der Tulpenstraße durch ein anderes Unternehmen sichtbar geworden, wie grob und rücksichtslos Baumwurzeln gekappt wurden. Keine 24 Stunden später wird losgelegtFrühmorgens einen Tag später tauchten 18 Straßenbauarbeiter auf und trieben alle 30m Suchschachte in den Feldwegrand des Dahlienweges (0,6m tief). Von Anliegern angesprochen, ob sie dazu eine Genehmigung hätten, wie die Planung sei, konnte oder wollte aufgrund von Sprachbarrieren keiner beantworten und man verwies auf den nicht anwesenden Bauleiter. Kontaktaufnahme zu Verantwortlichen schwierigSowohl die auf dem Infozettel angegebene Berliner Rufnummer von DNS:NET als auch das kommunale Ordnungsamt war vor den Bürozeiten tel. nicht erreichbar, daher musste ein Polizeinotruf abgesetzt werden, um die Lage zu klären. Von dort wurde die Bauverwaltung Stahnsdorf vermutlich mittels Rufbereitschaft informiert und ein freundlicher Mitarbeiter der Bauverwaltung erschien dann eine Stunde später vor Ort. Zwischenzeitlich traf der Bauleiter von Geoduct ein, welcher keine Genehmigung seiner Baumaßnahme vorweisen konnte. Er wurde gefragt, ob er wirklich die vorhandene Leitungslage kenne und ob die ministeriellen Empfehlungen eingehalten würden, um Anpflanzungen im Straßenland zu schonen. Also kein offener Graben über die ganze Länge des Dahlienwegs, welcher alle Wurzeln durchtrennt, sondern grabenlose Press- oder Spülbohrungen, Suchgräben zur Beurteilung des Wurzelverlaufs, keine Gräben im Radius von 2,5m um Bäumen, etc. Dies wurde nicht zugesagt und als Kompromiss begann man dann auf der gegenüberliegenden KiTa-Straßenseite mit dem Ausheben von Schächten. Autonome Grabenfräse im AnschlagDa bereits eine Garbin Fiber 75E am Dahlienweg in Stellung gebracht wurde, welche systembedingt keine Kompromisse bzgl. Wurzelhindernisse eingeht, wurden sicherheitshalber Pkws auf den schon markierten Grabenverläufen positioniert. Verlegearbeiten gestopptDer Mitarbeiter der Stahnsdorfer Bauverwaltung vor Ort hat sich schließlich bedankt, über das ungenehmigte Vorgehen der Fa. Geoduct informiert worden zu sein und begrüßte den Widerstand der Anlieger zu dieser illegalen Baumaßnahme. Es gäbe hier seitens der Verwaltung Auflagen, die das Unternehmen noch nicht kenne. Da die Fa. an diesem Tag an etlichen Stellen gleichzeitig mit solchen Grabungen begann, kann man eine Guerilla-Taktik dahinter vermuten, welche die bauüberwachende Gemeinde Stahnsdorf allein personell nicht angemessen begleiten kann. Das Vorhaben wurde jedenfalls im KiTa-Bereich des Dahlienwegs gestoppt, alle Schächte wieder verfüllt und die 18 Bauarbeiter zogen wieder ab. Was für eine sinnlose Maßnahme und unnötiger Stress für alle Beteiligte! Hier sollte es ein Ordnungsgeld für die Verantwortlichen als "Belohnung" geben... |